2007 Zambia

 zambia2007

  8100 Kilometer  GPS-Daten

Tag 1 / 31.08.2007

Abflug München Airport nach Johannesburg

Tag 2 / 01.09.2007

Ankunft Johannesburg

Die Wartezeit von ca. 5 Stunden bis zum Weiterflug nutzen wir, um uns im Einkaufscenter von Johannesburg ein paar Eheringe zu kaufen. Dies war gar nicht so einfach, erst nach dem 6. Laden passten die Ringe.

Gegen Mittag Weiterflug nach Windhoek. Unser Autovermieter hatte uns erst vergessen abzuholen. Dies klärte sich aber sehr schnell. Ein Einheimischer nahm uns und zwei andere Deutsche mit, nachdem er mit unserem Autovermieter sprach. Bevor wir abfuhren gab es noch ein kleines Polizei-Debut. Unser Fahrer hätte fast eine Parkkralle ans Auto bekommen, wenn er nicht soviel mit der Polizistin diskutiert hätte. Wir waren erstaunt darüber, dass die Polizei dort überhaupt nicht zu sagen hat, sie kommt kaum gegen die Bevölkerung dort an.

Gegen Nachmittag bekamen wir dann unser Auto. Autovermieter Hester (www.natron.net/tour/kalahari/index.html). Am Abend ging es in Joes Beerhouse essen
(www.africa-adventure.org/j/joes/deutsch.html) und übernachtet haben wir im Puccini House
(www.africa-adventure.org/p/puccini/deutsch.html)
wie letztes Jahr auch schon.

 

Tag 3 / 02.09.2007

An diesem Tag sind wir 750 km von Windhoek nach Rundu gefahren. Es waren sehr gute Teerstraßen, man kam gut voran. Auf der Fahrt sahen wir leider noch einen sehr schlimmen Unfall. Zwei PKWs waren frontal ineinander gefahren. Am Straßenrand sah man die Leiche eines Mannes, der bis zur Hälfte mit dem Straßenschild bedeckt war. Es war ein schrecklicher Anblick für uns. Uns war sehr schnell bewusst, dass es auch uns hätte treffen können, dadurch dass die Straßen dort stundenlang geradeaus führen und auch teilweise sehr schmal sind. Wir fuhren schnell weiter nach Rundu. Einige Kilometer vor unserem Ziel hielt mich dann noch die Polizei an. Ich fuhr erst vorbei, da ich der Annahme war es wäre ein Einheimischer, der sich an die Straße stellt. Man weiß dort nie, ob man nicht einfach nur so angehalten wird. Nachdem ich von der Polizei erst mal eine Standpauke erhielt durften wir weiterfahren. Dies ging noch einmal glimpflich aus. In Rundu übernachteten wir in der Tambuti Lodge (www.tambuti.com.na ). Diese wird von Auswanderern aus der Schweiz bewirtschaftet.

Tag 4 / 03.09.2007

Weiterfahrt in Richtung Katima Mulimo (Grenzübergang nach Sambia). Dort wollten wir einkaufen und tanken. Wir hatten bloß ein kleines Problem. Wir wollten bei der Bank Geld tauschen, nur leider war ausgerechnet an diesem Tag Zahltag in Namibia und man sah nur noch Menschenschlangen vor den Banken. Als wir dann dran kamen, machte der Schalter zu. Am Automaten konnten wir kein Geld abheben, da unsere Karten nicht akzeptiert werden und mit der Kreditkarte konnten wir auch nicht die Tankstelle bezahlen. So sind wir dann im ganzen Ort rumgeirrt bis wir einen Tipp von einem Namibianer bekamen, unser Geld doch im nahegelegenen Infohäuschen zu tauschen. Dies hatten wir dann auch gemacht. Dann wollten wir tanken gehen, aber auch das erwies sich als ein kleines Problem. Es gab für ca. 1 Stunde an keiner Tankstelle Diesel, da die Leitungen von Sambia zu wenig Druck hatten sagte man uns. Also irrten wir erst mal von Tankstelle zu Tankstelle bis es dann doch letztlich irgendwann klappte. Einkaufen konnten wir dann auch noch gegen später.

Wir fuhren noch ca. 4 km bis zur Grenze (Sesheke). Die Passkontrolle auf der namibischen Seite ging sehr schnell. Auf der sambischen Seite war bloß eine Schranke die offen stand, man sah keinen Grenzposten und auch kein Kontrollhäuschen. Da wir vor Einbruch der Dunkelheit in unserem Camp ankommen wollten, fuhren wir weiter. Uns war zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, was unsere Weiterfahrt noch für Ausmaße nehmen wird. übernachtet haben wir in der Mutemwa Lodge (www.mutemwa.com) Die Campsite ist sehr gepflegt, das Personal sehr hilfsbereit, DU/WC/Abwaschbecken für Camper sind vorhanden und in einem guten Zustand.

 

Tag 5 /04.09.2007

Am nächsten Morgen ging es zu den Ngonye Falls. Sie waren nicht weit von unserem Camp entfernt. Wir mussten durch steile Sandpisten fahren, bis zu einem kleinen Platz, der so unscheinbar aussah, dass es uns ein wenig unheimlich vorkam. Dort wurden wir dann gleich von 2 kleinen Jungs und 2 Männern empfangen, die nicht gerade vertrauenserweckend aussahen. Aber das ist eben Afrika. Man rechnet immer mit dem Schlimmsten, dabei wurden wir eines Besseren belehrt. Die Ngonye Falls sind wunderschön und sehr einsam gelegen. Mit dem Mokoro (afrikanisches Floß), wurden wir zu den Wasserfällen gebracht. Es ist ein echter Geheimtipp und kostet bloß pro Person 30 N$.

Nach unserem schönen Ausflug ging es weiter zur Fähre in (Sitonga). Während wir auf unsere Fähre warteten, mussten wir noch einigen Einheimischen helfen beim Radwechsel. Denn nur wir hatten einen Wagenheber dabei. Es war schon sehr gefährlich dort auszusteigen, zwischen all den bettelnden Kindern und den Menschen mit ihren Krankheiten. Eine alte Frau hatte versuchte von mir Geld zu bekommen, um ihre Medizin zu kaufen. Sie zeigte mir ihren Bauch der übersäht war mit weißen Flecken und versuchte immer näher an mich ranzugehen. Dies war etwas unheimlich für mich und wir packten schnell wieder alle Werkzeuge ein, denn kurz darauf kam auch schon unsere Fähre, die uns nach Mongu brachte. Die Fähre kostet derzeit 20 US$ pro Auto und es dürfen maximal 3 Autos mitfahren.

Als wir mit der Fähre in Mongu wieder anlegten, hatten wir noch ca. 2 Stunden Autofahrt in Richtung Mongu vor uns. Wir kamen wieder mal bei Dunkelheit an. Dort suchten wir uns eine geeignete Unterkunft. Zuvor hatten wir uns die Zimmer im Hotel Nyoga angeschaut. Der Zustand der Zimmer war einfach nur katastrophal. Es sah eher aus wie ein Stundenhotel und es stank überall fürchterlich nach Feuer und Kloake. Unser Weg führte uns zuletzt in das Country Lodge Guesthouse. Es war relativ sauber, wir hatten TV und eine Dusche. Das Essen war sehr einfach aber es erfüllte seinen Zweck. Wir gingen früh schlafen.

Tag 6 / 05.09.2007

Am nächsten Morgen bezahlten wir unser Zimmer in Kwacha (eine andere Währung wird nicht akzeptiert) und fuhren ca. 3 Std. weiter in den Kafue NP. Dort hatten wir eigentlich das Mayukuyuku Camp vorreserviert, aber dieses war für uns dann zu weit außerhalb vom Park. Also entschlossen wir uns für die Lufupa Lodge. Sie ist 60 km außerhalb vom Park und man braucht ca. 2 1/2 -3 Std. Fahrzeit, da man sehr viele Tiere auf dem Weg dorthin sieht. Für den Parkeintritt haben wir 20 US$ p. P. und fürs Camping 15 US$ p. P. gezahlt. In der Lufupa Lodge sollte man auf jeden Fall für Camping + Essen vorreservieren. Wir hatten nur insofern Glück mit dem Campingplatz, weil einen Tag vorher eine größere Reisegruppe abgereist war. Wir durften am Abend zusammen mit den Angestellten dort essen. Der Koch verstand sein Handwerk. Es sind dort sehr nette und hilfsbereite Menschen. Meiner Meinung nach war dies der beste Campingplatz auf unserer Reise. Insofern hatten wir den Vorteil, das wir das gleiche essen durften. Der Koch hatte sehr lecker gekocht. Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit. Man kann dort richtig entspannen.

Tag 7 / 06.09.2007

Nach dem wir ausgeschlafen hatten, ging es los in den Kafue NP. Wir hatten uns für heute die Busanga Plains vorgenommen. Vom Camp-Personal bekamen wir einen Picknickkorb mit lauter leckeren Sachen mit. Der Park selber bietet leider tagsüber nur sehr wenig Tiere. Bei der großen Hitze halten die meisten Tiere bis zum Abend Siesta. Kurz vor den Busanga Plains wurden wir geplagt von unzähligen Tsetse-Fliegen. Wir hielten es gar nicht mehr aus mit offenem Fenster zu fahren. Die Tsetse-Fliegen stechen stärker zu als die normalen Mücken. Zudem können sie die Schlafkrankheit übertragen. Also entschlossen wir uns nach kurzer Zeit schon wieder umzudrehen und den Nachmittag auf dem Campingplatz zu verbringen.Am Abend war eine Nacht-Safari geplant. Wir hatten sehr gute Guides dabei, unter anderem einen Fehrtenleser. Er stieg immer wieder aus und suchte nach Löwenspuren im Sand.
Die ersten 1 1/2 Stunden sahen wir das Standard-programm: Hippos, Wildkatzen, Hyänen, Schakale, Elefanten etc. Erst kurz vor Ende unserer Fahrt fuhr der Fahrer plötzlich rechts rein in einem zügigen Tempo. Es hieß, dass Löwen gerade auf der Jagd seien. Wir wurden belohnt und haben 7 Löwinnen dabei beobachten können, wie sie ein Puku, das trächtig war, rissen. Es war sehr erschreckend und spannend zugleich. Unser Fahrer fuhr sehr dicht ran an die Löwinnen, es hätte also jederzeit sein können, dass eine von denen ins Auto gesprungen wäre. Hin und wieder wurde das Licht vom Auto ausgemacht, die Löwinnen sollten sich nicht erschrecken. Dieser Fährtenleser hatte seine Arbeit auf jeden Fall verstanden und uns nicht in Gefahr gebracht. Das war eine sehr beeindruckende Szene, die uns bis heute noch Gänsehaut bereitet, wenn wir nur dran denken. Ganz zum Schluss nahmen sich die Löwinnen auch den ungeborenen Puku vor. Es atmete noch und hatte die Augen ein wenig geöffnet. Es war einfach nur grausam das mit anzusehen, aber so ist nun mal die Natur.
Nach unserem spannenden Nachterlebnis wurden wir wieder zurück zu unserem Auto gebracht. Dort hatte sich scheinbar schon eine Hyäne an unseren Schuhen zu schaffen gemacht und diese quer über den Campingplatz verteilt. Schnell machten wir uns bettfertig und gingen ins Dachzelt. Es ist verboten nachts alleine durchs Camp zu gehen, da Hyänen bzw. Löwen ums Zelt Auto herumschleichen können.

Tag 8 / 07.09.2007

An diesem Morgen hatten wir Elefantenbesuch im Camp. Direkt neben unserem Auto (keine 5 m entfernt), machte sich ein Elefant an einem Baum mit Früchten zu schaffen. Er schüttelte solange bis etwas herunterfiel. Durch dieses Geräusch wurden wir geweckt und haben natürlich gleich zur Kamera und zum Fotoapparat gegriffen. So etwas kann man sich natürlich nicht entgehen lassen. Wenn man schon mal hautnah einen Elefanten erleben darf. Kurze Zeit später versuchten wir uns aus dem Zelt zu schleichen, da wir uns für eine Walking-Safari angemeldet hatten. Das war gar nicht so einfach, da der Elefant jederzeit auf uns hätte zu rennen können. Nach einer knappen halben Stunde hatten wir es dann endlich geschafft und es konnte losgehen. Die Walking-Safari war auch sehr beeindruckend.

Wir hatten den gleichen Fährtenleser wie am Abend und einen zusätzlichen Guide mit Waffe dabei. Dieser zeigte uns die unterschiedlichsten Fußspuren, die Früchte an den Bäumen, die als Nahrung für die Tiere dienten, dass die Tiere dieselben Wege haben, um ins Wasser oder an Land zu gehen. Es war sehr aufschlussreich. Etwas beängstigend war jedoch, damit zu rechnen, dass jederzeit ein Löwe oder Leopard etc. vor einem stehen könnte. Doch dies blieb uns zum Glück erspart und wir sahen nur Elefanten, Giraffen und Springböcke. Etwas erleichtert darüber, dass nichts passiert ist, waren wir dann, als es wieder zurückging. Nach dem Frühstück haben wir den Kafue Nationalpark dann verlassen und sind in Richtung Lusaka gefahren.

Lusaka ist die Hauptstadt von Sambia. Es ist eine total hektische und dreckige Stadt. Man sah richtig die Abgase in der Luft. Wir schafften es am frühen Abend uns in der Reed Mat Lodge einzufinden. Die Reed Mat Lodge ist auf keinen Fall zu empfehlen, die Zimmer sind sehr verdreckt, man hat kein warmes Wasser, geschweige denn überhaupt großartig Wasser. Die Duschen funktionieren nur teilweise. Klimaanlage und Fernseher sind auch defekt. Das einzig annehmbare war das Frühstück, aber dies ließen wir dann auch fast stehen, weil es uns gesundheitlich nicht gut ging. Um es genauer zu sagen, es ist die totale Absteige, die man nur im Notfall nehmen sollte.

Tag 9 / 08.09.2007 – Der schlimmste Tag im ganzen Urlaub

Am nächsten Morgen ging es in ein sehr großes Einkaufscenter, in Lusaka. Dort gab es dann alles was wir brauchten. Das einzige Problem war jedoch an Bargeld heranzukommen. In Sambia wird keine Kreditkarte oder EC-Karte akzeptiert. In den Banken erhält man auch kein Geld. Wir waren also gezwungen in einer Wechselstube unsere restlichen US$ in Kwacha umzutauschen. Anschließend ging es in Richtung Chirundu zur Fähre. Außerhalb von Lusaka sind wir erst mal von der Polizei angehalten worden. Wir wären anscheinend zu schnell gewesen und mussten 20 US$ zahlen. Es wurde keine Geschwindigkeit gemessen und wir wussten genau, dass wir die vorgegebene Geschwindigkeit gefahren sind. Aber es bringt nichts sich dagegen zu wehren, am besten man zahlt und fährt weiter. Es wird halt oft versucht, Touristen übers Ohr zu hauen.Damit war aber noch nicht genug. Wir mussten an sämtlichen Polizeikontrollen vorbeifahren und wurden fast immer angehalten.

Die letzte Kontrolle wurde uns sozusagen zum Verhängnis. Die Polizei stellte fest, dass uns der Einreisestempel nach Sambia fehlte und wir somit illegal in Sambia waren. Wir erklärten dies damit, dass ja kein Grenzposten zu sehen war und alle anderen Autos auch durchfuhren. Wir dachten der Stempel auf namibischer Seite hätte gereicht und waren uns auch nicht über die Konsequenzen im Klaren. Scheinbar haben viele Touristen das Problem an der Grenze zu Seshenge, Dies wurde wohl auch schon dem auswärtigen Amt mitgeteilt. Die Beamten wollten 700 US$ von uns und ließen erst nicht davon ab. Das wäre unser ganzes Bargeld gewesen, wir wussten nicht mehr wie es weitergehen sollte und waren völlig fertig. Die Beamten (es waren 4) hatten sich noch beraten und riefen uns dann zu sich. Wir waren eigentlich schon so weit, dass wir das Geld bezahlt hätten, Hauptsache wir konnten weiter. Dann sagte man uns wir sollten das Land innerhalb 24 Stunden verlassen und zur Grenze nach Zimbabwe ausreisen, nach 2 Tagen können wir dann wieder einreisen und uns an der Grenze den Einreisestempel holen. Das wäre unser Untergang gewesen. Überfälle sind dort an der Tagesordnung. Dann kam die dritte Lösung. Wir sollten uns eine Telefonkarte an der Tankstelle kaufen, zur nächsten Grenze (die keine Stunde entfernt war) und dann 100 m vor der Grenze stehen bleiben und die Nummer von einem gewissen Elvis wählen. Der würde dann aus seinem Büro rauskommen mit Stempel und uns für 25 US$ den Stempel geben. Ganz unter der Hand. Wir durften auf keinen Fall zur Grenze reingehen. Endlich durften wir losfahren.

Die besagte Telefonkarte haben wir natürlich nicht bekommen. Wir fuhren also weiter zur Grenze nach Chirundu. Dort mussten wir einen fremden Mann ansprechen uns sein Handy zu leihen, wir würden auch bezahlen dafür. Die Nummer vom Elvis hatte auch gestimmt, zumindest ging jemand ran, der aber überhaupt gar nicht Bescheid wusste. Es kam auch nach ein paar Minuten niemand raus zu uns. Also mussten wir wohl oder übel zum Grenzposten reingehen und uns outen. Die hatten natürlich sofort bemerkt, dass der Stempel fehlte und uns zur Seite genommen. Wir wurden in ein Büro gebracht, wo man uns dann erst mal dermaßen fertig machte, dass man gar nicht mehr wusste, wie einem geschah. Der Beamte ließ aber dann doch von uns ab und meinte, wir hatten guten Willen gezeigt und wären direkt nach Anweisung der Polizei zur Grenze gekommen. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen und mussten nur die besagten 25 US$ fürs Visum zahlen. Das ersparte uns evtl. sogar einen Besuch hinter Gittern.

Der Alptraum schien noch nicht zu Ende zu sein. Auf dem Weg zur Fähre (durch Slumgebiet) unmittelbar nach der Grenze, wollte uns ein Einheimischer mit einem Buschmesser überfallen. Er versuchte es bereits schon bei dem Auto vor uns (in dem 5 Inder saßen). Wir haben sofort die Situation erkannt und sind mit Vollgas über die holprige Strecke gerast. Uns war in dem Moment egal ob jemand im Weg stand. Der Mann mit dem Buschmesser sprang nur noch zur Seite und wollte noch unsere Reifen erwischen, wir waren aber zum Glück schneller. Das war eine Situation, die uns nie aus dem Kopf gehen wird. Wir hatten wirklich Glück im Unglück. Mit der Fähre setzten wir dann um von Chirundu nach Lower Zambezi (20 US$). Übernachtet haben wir in der Kayila Lodge (Campingplatz), diese wird von Schwarzen betrieben.
(www.e-gnu.com/kayila_lodge_zambia.html)

Tag 10 / 09.09.2007

Am nächsten Morgen standen wir schon etwas entspannter auf. Der Schreck vom Vorabend hatte sich ein wenig gelegt. Die Nacht über hatten wir einen Aufpasser. Scheinbar gab es einige Wochen zuvor wohl einen tödlichen Unfall mit einem Fischer und einem Elefanten. Der Elefant kam ohne Vorwarnung aus dem Gebüsch, griff den Fischer an und teilte ihn in der Mitte durch. Bei der Geschichte wurde uns auch ganz anders.Weiterfahrt ca. 1 ½ Std. in Richtung Mvuulodge quer durch die armen Dörfer. Die Straßen sind sehr schlecht und man muss viel Zeit einplanen. Hin und wieder kurbelten wir das Fenster runter und warfen Süßigkeiten raus, weil man es nicht mehr mit anhören konnte wie die Kinder immer „Sweet“ riefen. Gegen Mittag kamen wir in der Mvuulodge an. Die Mvuulodge wird von einem Engländer-Ehepaar betrieben. Sie sind vor Jahren nach Sambia ausgewandert. Es ist ein sehr nobler Campingplatz, demzufolge auch sehr sauber. Am Abend machten wir noch eine Spritztour mit dem Motorboot. Das war traumhaft, wir waren unterwegs bis die Sonne unterging. Die Fahrt führte uns vorbei an Hippos, Elefanten und Krokodilen. Es ist ein einziges Paradies dort. Wir durften sogar auf einer kleinen Insel an Land gehen und uns den Sonnenuntergang anschauen.

Tag 11 / 10.09.2007

Heute ging es in den Lower Zambezi Nationalpark. Die Straßen bis zum Park sind in sehr schlechtem Zustand. Teilweise sind wir durch tiefe Krater gefahren und auch fast steckengeblieben. Ohne Allrad ist die Strecke nicht befahrbar. Der Parkeingang ist sehr schwer zu finden. Man muss sogar über ein kleines Flussbett fahren. Die Vegetation im Park ist sehr abwechslungsreich, man sieht kaum Touristen. Im Park hatte uns ein Elefant verfolgt. Er hatte sich erschrocken, als wir mit unserem Auto um die Ecke bogen und raste mit einem Affentempo auf uns zu. Wir haben mal wieder Vollgas gegeben um aus dieser brenzligen Situation rauszukommen. Elefantenbullen sind mit Vorsicht zu genießen. Sie sind sehr aggressiv und ihnen ist alles zuzutrauen. Am besten man hält immer einen großen Abstand zu diesen Tieren. Wieder einmal hatten wir Glück und kamen mit einem blauen Auge davon. Der Schreck saß ganz schön tief. Für die nächste Nacht bekamen wir von der Mvuulodge ein Chalet zum gleichen Preis wie der Campingplatz gekostet hätte. Da haben wir natürlich dankend zugesagt. Endlich mal wieder ein normales bequemes Bett.
Tag 12 / 11.09.2007 Andis Geburtstag

Heute haben wir einen langen Fahrtag hinter uns. 12 Stunden Fahrt über die Lepard Route bis nach Chipata. Die Lepard Route ist wieder geöffnet. Der Fahrbahnbelag wird komplett erneuert. Am besten man fährt nur mit einem 4×4 diese Strecke, weil sie teilweise sehr steil ist und fast nur aus Sandpisten besteht. Es ist der kürzeste Weg nach Chipata. Dort sind wir völlig erschöpft in der Mamarula Lodge angekommen. (www.mamarulas.com). Da unser Zimmer schon vergeben war, mussten wir Vorlieb mit dem Campingplatz nehmen. Duschen sind vorhanden. Essen ist nicht unbedingt empfehlenswert. Internetmöglichkeit gibt es.

Tag 13 / 12.09.2007

Ca. 2 ½ Std. Fahrt in den South Luangwa Park bis zum Wildlife Camp. Ein sehr schön angelegter Platz, sehr groß, Duschen/Bar/Grillmöglichkeiten vorhanden. Ein Restaurant befindet sich ca. 10 min. zu Fuß entfernt beim Hauptgebäude. Das Essen dort ist sehr gut. Für den restlichen Tag war relaxen angesagt.

Tag 14 / 13.09.2007

Heute starteten wir mit einer Walking-Safari ab 6:00 Uhr. Wir waren zu viert. Ein anderes deutsches Paar hatte sich auch dazu entschlossen. Wir waren ziemlich kaputt, unsere Campingnachbarn (Engländer) hatten uns am Vorabend zur Geburtstagsfeier eingeladen. Somit hatten wir wenig Schlaf und zudem noch Restalkohol intus. Unser Guide war ziemlich langweilig, wir sahen kaum Tiere, es war kein Vergleich zum Kafue Nationalpark.

 

Von 16-20 Uhr hatten wir noch einen Evening-Night-Drive gebucht. Das erwies sich aber gegen Ende hin auch als Flopp. Der Park war total überlaufen mit Touristenbussen. Man konnte es gar nicht so richtig genießen durch den Park zu fahren, weil man nie seine Ruhe hatte. Bei einer Löwenfamilie mussten wir umdrehen, weil es hieß, dass nicht mehr als 3 Autos in einem Gebiet sein dürfen, sonst müssten die guides strafe zahlen. Das gleiche passierte uns bei einem Leoparden, der einen Springbock jagen wollte.

Tag 15 / 14.09.2007

Heute verbrachten wir den ganzen Tag im Park.

Tag 16 / 15.09.2007

Bis zum Mittag waren wir heute im Park und anschließend ging es wieder nach Chipata. Auf dem Weg dorthin hätte ich fast einen Unfall gebaut, da ich mit zu hoher Geschwindigkeit über eine Schwelle (die man nicht sofort sah) drüber gefahren bin und das Auto fast gekippt wäre. In diesem Urlaub hatten wir wirklich mehrmals einen Schutzengel. In der Mamarula Lodge bekamen wir diesmal ein zimmer. Diese sind in gutem Zustand. Wir durften sogar den Pool benutzen.

Tag 17 / 16.09.2007

Heute saßen wir bloß 7 Std. im Auto. Es ging wieder nach Lusaka. Wir übernachteten im Pioneer camp (www.pioneercampzambia.com) außerhalb von Lusaka. Dort kostet ein chalet pro Tag 140 US$ mit Frühstück und Abendessen. Es ist zwar sehr teuer, lohnt sich aber, vor allem nach dem Trip den wir hinter uns hatten. Endlich konnten wir uns wieder satt essen. Die Küche dort ist sehr deutsch angehaucht. Die Chalets sind wunderschön eingerichtet (alles aus Stein) und ist jeden Dollar wert).

Tag 18 / 17.09.2007

Bevor es nach Botswana weitergehen sollte, wollten wir noch bei den Victoria Fällen vorbeischauen. Dieses Vorhaben endete aber ca. 10 m vorm Gate. Wir wurden, wie solls auch anders sein, wieder einmal von der Polizei angehalten. Diesmal wollte man unsere Autoversicherung sehen. In Sambia muss man auch für Leihwagen Autoversicherungen abschließen. Da wir unser Auto aber in Namibia geliehen hatten, waren wir der Meinung unser Autovermieter hätte dies getan. Auf jeden Fall haben wir nichts in unserem Auto darüber gefunden. Wir sollten also strafe zahlen. Dann haben wir solange rumdiskutiert, bis der Beamte von abgewunken hat und uns weiterfahren ließ. In Afrika kommt man mit diskutieren am besten weiter, ist zumindest unsere Erfahrung. Zu den Wasserfällen reichte es uns leider nicht mehr und somit sind wir noch für ein paar Minuten über den Holzmarkt geschlendert. Dort haben wir natürlich wieder einiges an Holzfiguren gekauft. Ich habe sogar ein T-Shirt dafür eingetauscht.

Von hier aus ging es noch 1 Std. weiter bis zur Grenze Kazungula. Wir haben die letzte Fähre erwischt mit Hilfe von 2 Einheimischen und 1 Polizeibeamten. Diese ließen extra für uns die Fähre zurückholen, die bereits schon auf halbem Weg zur anderen Seite war. Als Dank dafür warfen wir etwas Geld aus dem Fenster. In Kasane angekommen, gab es leider nur noch in der Sedudu Lodge ein Zimmer. Diese Lodge konnte man auch als Absteige bezeichnen, aber es war leider unsere letzte Gelegenheit ein Bett zu bekommen. Zum Essen gingen wir in die nahegelegene Chobe Safari Lodge. (www.chobesafarilodge.com). Dort gibt es immer ein riesengroßes Buffet.

 

Tag 19 / 18.09.2007

Nach dem Frühstück ging es direkt in den Chobe Nationalpark. Der südliche Teil (bei Nghotsaa Area) ist nicht empfehlenswert, es brennt an allen Ecken und man fährt km-weit durch Aschgebiete. Tiere sind dort überhaupt nicht zu sehen. Wir entschlossen uns schnell wieder umzudrehen und in die Chobe River Region zu fahren. Dort wurden wir belohnt. Wir sahen 3 Löwinnen unter einem Baum liegen, gerade mal 5 m vom Auto entfernt. So hatten wir genügen Zeit um tolle Aufnahmen zu machen. Insgesamt war der Park dann doch sehr Tierreich. Beim Abendessen haben wir ein deutsches Paar kennengelernt und uns auch gleich über unsere Erlebnisse ausgetauscht. Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft kamen uns 5 hungrige Hunde hinterher. Sie ließen nicht mehr von uns ab. Beide hatten wir schon das Pfefferspray in der Tasche und den Finger auf dem Auslöser. Zum Glück mussten wir aber dann doch nicht abdrücken, denn die Hunde ließen bald von uns ab.

 

Tag 20 / 19.09.2007
Von Botswana aus ging es direkt nach Zimbabwe in den Hwange Nationalpark, die Grenze Pandamatenga (100 km südlich von Kasane) haben wir genommen. Nach Zimbabwe dürfen keine Fleisch- und Milchprodukte mit eingeführt werden. Diese werden einem gleich abgenommen. Der Park selber ist sehr Tierreich, und von der Vegetation her abwechslungs-reich. Übernachtet haben wir im Main Camp (www.suedafrikatour.de/simbabwe/regionen/hwange_national_park.htm), hier gibt es keine Duschen, der Platz ist ok, es sind wenig Camper dort.

 

Tag 21 / 20.09.2007

Morgens ging es wieder auf Pirschfahrt, waren 5 Std. unterwegs im Park und haben sogar ein einziges Nashorn gesehen. Im Hwange NP sind Nashörner eher selten, umso stolzer waren wir, dass wir eins gesehen haben. Der Park ist auch bekannt für seine großen Herden. Wir mussten durch eine größere Büffelherde fahren, ca. 150 Tiere. Von einer Besuchergruppe haben wir erfahren, dass in der Nacht ein Elefantenbaby von einem Löwen gerissen wurde. Das ist ganz schön heftig, wenn man bedenkt, dass diese Tiere fast immer in großen Herden leben und jeder auf den anderen Acht gibt. Da kommt wohl nur vor, wenn die Löwen an keine andere Beute rangekommen sind. Übernachtet haben wir diesmal im Sinamatella camp. Auch hier ist kein Wasser vorhanden. Toiletten sind auch in katastrophalem Zustand, wir haben nicht einen einzigen Touristen auf dem Campingplatz gesehen. Zum Hwange Nationalpark ist auf jeden Fall schon mal soviel zu sagen, man sollte sich jede Menge Brauchwasser mitnehmen, Holz/Grillkohle und genügend Lebensmittel. Man muss sich komplett selbst verpflegen.

Tag 22 / 21.09.2007

Heute hieß es früh aufzustehen, denn wir hatten ca. 12 Std. Fahrt vor uns. Es ging vom Hwange NP (ZIM) über die Grenze nach Botswana und anschließend nach Namibia. Dass heißt, wir waren an diesem Tag in 3 Ländern . Von der namibischen Grenze aus ging es dann über Divundu nach Rundu, wo wir dann in der Omashare River Lodge (www.namibweb.com/omashareriverlodge.htm) übernachteten. Die Unterkünfte sind sehr gepflegt, es gibt sogar ein Restaurant was preiswert und gut ist.

Tag 23 / 22.09.2007

Von Rundu aus ging es über Grootfontein nach Tsumeb und dann über das Lindquist Gate in den Etosha Nationalpark. Es war dort so heiss, dass man kaum Tiere sah. Sie hatten sich alle unter den Sträuchern oder Bäumen ein schattiges Plätzchen gesucht. Derzeit werden alle Camps im Etosha NP umgebaut, d. h. man muss rechtzeitig vorreservieren, da es wenig Platz derzeit gibt. Wir hatten noch Glück und kamen im Namutoni Camp unter.

Tag 24 / 23.09.2007

Fahrt durch den Etosha NP bis zum Mittag. Durch Zufall kamen wir an eine sehr große Wasserstelle wo wir dann auch belohnt wurden. Wir sahen 15 Löwen, die verteilt unter den Bäumen lagen, es war ein einziges Tierparadies, man sah Springböcke, Giraffen, Vögel, Elefanten uvm..

Gegen Mittag ging es dann auch schon wieder Richtung Ausgang über das Anderson Gate. Wir wollten noch zum Holzmarkt nach Okahandja. Dieser Markt ist sehr groß und man hat eine große Auswahl an Holzfiguren. Ein Jahr vorher waren wir schon mal dort, bloß kam uns das ganze sehr gefährlich vor, da die Verkäufer ziemlich aufdringlich waren und uns nicht mehr ins Auto einsteigen lassen wollten. Diesmal war es besser. Man sagt einfach am ersten Stand was man benötigt und schon hat man eine Scharr von Leuten um sich herum, die sich bemühen, das Richtige für einen zu finden. Mit voll bepacktem Auto ging es dann zurück nach Windhoek, dorthin, wo unsere Reise begann.

Tag 25 / 24.09.2007 Unsere Hochzeit

Für den heutigen Tag hatten wir uns ein besonderes Highlight unserer Reise ausgedacht. Als Happy End wollten wir unbedingt in Afrika heiraten. Wir waren uns bis zum Schluss nicht sicher, ob alles klappen wird. Von Deutschland aus hatten wir alle Detailfragen mit dem Standesamt geklärt.

Morgens ging es noch auf die schnelle zum Flughafen, wir mussten unser Sperrgepäck (1,80m Giraffe) verpacken und wiegen lassen. Gegen Mittag fand dann unsere fast 10-minütige Trauung statt (Trauzeugen waren aus Katutura, quasi frisch von der Straße geholt). Der Standesbeamte sprach auf Englisch und teilweise Afrikaans, was man nur teilweise verstand, aber es war lustig. Anschließend mussten wir schnell zum Justizministerium hetzen, da man für die deutschen Behörden eine sogenannte Apostille braucht. Sonst wird die Trauung nicht immer anerkannt.

Gegen Nachmittag ließen wir es dann gemütlich angehen und waren im Café Zoo. Abends hatten wir einen Tisch in Joe´s Beerhouse reserviert (www.africa-adventure.org/j/joes/deutsch.html). Dort hatten wir dann genügend Zeit, um unseren Urlaub Revue passieren zu lassen.

Tag 26 / 25.09.2007

Wir waren noch kurz beim Justizministerium um unsere unterschriebene Apostille abzuholen. Danach ging es direkt zum Autovermieter, denn wir mussten unser Auto abgeben. Uns brachte dann ein ein Bediensteter direkt zum Flughafen. Dort ging es dann auch schon gegen Mittag zurück nach Deutschland. Erst im Flieger konnten wir die ganzen Eindrück realisieren.

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