2008 Südafrika

southafrica2008
4200 Kilometer

Tag 1/ 04. Juli 2008

Abflug 6:30 Uhr           Stuttgart-Amsterdam

        10:30 Uhr       Amsterdam-Johannesburg
Nun war es soweit, es konnte los gehen. Ab zum schönsten Kontinent dieser Erde….

Wir flogen von Stuttgart nach Amsterdam und von Amsterdam nach Johannesburg mit 1 Stunde Verspätung, da unser Flugzeug noch an der Seitenwand repariert werden musste.

Ankunft 21:45 Uhr   in Johannesburg

Der Flughafen in Johannesburg ist nicht für viele Fluggäste ausgelegt. Wir mussten 1 ½ Stunden vorm Gepäckband warten und hoffen, dass dieses sich nicht immer alle 5 Minuten bewegte, so wie es der Fall war. Das Flughafenpersonal kümmerte sich erst gar nicht darum, sie schienen es nicht als notwendig anzusehen. Warum auch? Das ist Afrika… Wir hatten also gleich wieder einen guten Start in unseren Urlaub.

Draußen wurden wir dann vom Personal des Gästehauses abgeholt. Wir übernachteten im Outofafricaguesthouse. (DZ/800 R)
Tag 2/ 05. Juli 2008

Am Morgen gab es gleich mal ein afrikanisches Frühstück (Müsli, Eier, Speck, Bratwurst, und Kaffee aus einer Jura-Maschine). Ein Taxi brachte uns wieder zum Flughafen, dort bekamen wir dann unseren Mietwagen von AVIS, einen Polo. Anschließend ging es zu unseren ersten Löwen in den Lionpark nach Gauteng.Danach ging es weiter nach Rustenberg in die Kwamahala Lodge. Die Chalets sind sehr nett eingerichtet, sehr sauber, man hat viel Platz (2 Badezimmer/2 Schlafzimmer). Einziger Nachteil ist, dass es keine Heizung gibt und man es im Winter fast nicht aushält. Die Gastgeber sind sehr aufgeschlossen und gastfreundlich. Man bekommt ein hervorragendes Abendessen, es gab: Championgsuppe, Hähnchen mit Kandis, Reis, Salat, Dessert: Orangencake.
Tag 3/ 06. Juli 2008

Gleich nach dem Frühstück sind wir in den Pilanesberg Nationalpark gefahren. Der Park selber ist sehr hügelig, landschaftlich sehr interessant, bloß nicht sehr Tierreich. Außer ein paar Elefanten, einem Nashorn, Springböcke und Giraffen haben wir nichts gesehen.

Zum Abendessen gab es: Schweinesteak, Championgs ins Knoblauch, selbstgebackenes Brot und Salat dazu.

 

Tag 4/ 07. Juli 2008

Morgens hat uns der Besitzer der Lodge durch seinen privaten privater Game-Drive.

Ca. 3 ½ Std. Fahrt zum Madikwe Game Reserve. Übernachtet haben im Bushhouse.

Das Personal empfing uns mit 3 Personen. Wir erhielten sofort einen kühlen Drink. Soviel Luxus waren wir gar nicht gewohnt. Die Bilder vom Madikwe sprechen für sich.

Abends gab es noch einen Game-drive: Wir sahen  Giraffen, Gnus und Springböcke

Unser Abendessen: Kürbissuppe, Strauß mit Reis, Preiselbeeren, Brot, guter Wein, Pudding.
Tag 5/ 08. Juli 2008

Morning-Drive 7:00 Uhr, keine Tiere, sehr kalt, üppiges Frühstück. Von 11-15 Uhr waren wir am Wasserloch. 20 Elefanten, Warzenschweine

15:30 Uhr Game Drive: 3 Löwen, 3 Nashörner an einer Wasserstelle, 1 Elefant der uns verfolgte, 1 Hyäne, Springböcke,

Abendessen am Feuer: Springbock-Capaci (Springbockcapacio, Beef mit Gemüse, Hefeknödel mit Vanillesoße.

 

Tag 6/ 09. Juli 2008

Heute hieß es wieder um 7:00 Uhr aufstehen, da ein Morning-Drive angesagt war. Gerade als wir unseren Kaffee tranken, kam ein Löwe mit einem Gebrüll was nicht zu überhören war an unserem Camp vorbei, trank an der Wasserstelle und verschwand genauso schnell wieder. Dies war ein guter Start für unsere Tour. Wir wurden nicht enttäuscht. Kurz darauf sahen wir zwei Hyänen, wie sie ihre Beute vom Vorabend mit dem Maul zerrissen. Es war eine Giraffe, die offensichtlich beim Schlaf überrascht worden war. Nach der Tour ging es direkt über zum Frühstück. Kurz danach bekamen wir nochmal Besuch von den ca. 20 Elefanten, die sich am Wasserloch in unmittelbarer Nähe stärkten.

Gegen Mittag ging unsere Fahrt weiter in Richtung Vryburg (außerhalb). Wir kamen am frühen Abend an, da es aber schon dunkel war und es weit und breit nichts anderes gab, nahmen wir uns ein Zimmer in der Unterkunft Boereplaas. Dies war die schrecklichste Unterkunft die wir mit Abstand hatten. Es war extrem kalt, in den Zimmern gab es keine Heizung (nachts sogar Frost), am Swimmingpool, den man eh nicht benutzen konnte, lagen überall Kotreste von den Springböcken. Ich weiss noch genau wie der Besitzer zu mir sagte: “You can walk all around this area“, wir können überall rumlaufen, es sei nicht gefährlich. Er vergaß mir zu sagen, dass auch überall auf der Wiese Kot und Müll herumlag. Es war einfach nur abstoßend und widerlich. Die Pension war vielleicht vor Jahren mal schön und gepflegt, so sah es zumindest auf einem Flyer aus, aber dadurch dass überall gespart werden muss und dies so ziemlich die einzige Unterkunft weit und breit war, konnten sie es sich erlauben.

Tag 7/ 10. Juli 2008

Morgens machten wir uns ziemlich schnell in Richtung Augrabiefalls. Wir fuhren durch den Ort Vryburg durch und sahen, dass es doch noch das ein oder andere Hotel gab, die bestimmt weitaus besser gewesen wären. Nur leider konnten wir diese nicht über das Internet finden. Schon kurz danach wurden wir für unsere Weiterfahrt belohnt. Wir kamen in Augrabiefalls beim Ebenaeser Guesthouse an. Es ist eine wunderschöne 4 Sterne Lodge. Rings um das Guesthouse war der Weinanbau zu sehen. Wir nutzen die Gelegenheit, um uns am Abend noch die Beine zu vertreten. Gleich in der Nähe war ein kleiner Fluss an dem man sehr gut spazieren konnte. Wir hatten auch gleich Begleitung, der Hund vom Nachbargrundstück ließ uns keine Sekunde aus den Augen. Abends gab es ein hervorragendes 3-Gänge Menue, es wurde alles frisch zubereitet, es gab Kabeljau, den selbst ich als Nicht-Fisch-Esser mochte.

 

Tag 8/ 11. Juli 2008

Nach dem Frühstück ging es in den Augrabiefalls-Nationalpark. Die Augrabiefalls selber sind gigantisch, mit etwas mehr Wasser hätten sie bestimmt so ausgesehen wie die Niagara Fälle. Anschließend ging es noch in den Park selber rein, dieser ist zwar nicht sehr Tierreich, aber wunderschön anzuschauen. Man kann wirklich an jeder Ecke stehen bleiben, da es traumhafte Panoramen gibt. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen.

 

Tag 9/ 12. Juli 2008

Heute ging es weiter nach Upington. Gegen Mittag kamen wir dort an. Unser Guestehaus nannte sich Nirvanaguesthouse. Wir suchten ca. 2 Stunden bis wir endlich unseren Autovermieter gefunden hatten. Dort mieteten wir uns einen Toyota Hilux an Kgalagadi 4×4 Hire, mit dem es dann die nächsten Tage in den Kgalagadi Transfrontier Park gehen sollte.

 

Tag 10/ 13. Juli 2008

Gleich morgens erlebten wir eine kleine Überraschung. Unser Auto hatte vorne links einen leichten Plattfuß, sodass wir nicht wussten, ob es nur an dem geringen Reifendruck lag oder ob der Reifen sogar kaputt war. Wir fuhren zur nächsten Tankstelle und erhöhten den Reifendruck, in der Hoffnung, das schon nix schief gehen würde in der Kalahari. Weiter ging es in Richtung Kgalagadi Transfrontier Park über Teerstraßen und teilweise Schotterpisten. Die Fahrt ging recht schnell, gegen Mittag waren wir dann im Park. Dort klärten wir dann ob es möglich sei am letzten Tag über das Camp Mata Mata nach Namibia einreisen können (da bis letztes Jahr diese Grenze zu war). Gleich zu Beginn unseres Game-Drives sahen wir 4 Löwinnen, die sich im Gestrüpp halb versteckten. Das Nossob Camp erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang und hatten schon am ersten Tag jede Menge Tiere gesehen (unter anderem eine Gepardenfamilie von weitem.

Tag 11/ 14. Juli 2008

Wir fuhren bis Mittags selber im Park rum und sahen einige Springböcke, Oryxe, Schakale, sogar eine Wildkatze. Für den Abend hatten wir dann vom Camp aus eine Nachtsafari gebucht. Diese hatte sich überhaupt nicht gelohnt, denn außer ein paar Hasen, 1 Hyäne (die nach einem Aufschrei der anderen verschwand) und ein paar Straußen sah man nichts. Die Tour selber war auch nicht professionell gemacht. Unseren Guide interessierte es nicht welches Tier gerade vor unserem Auto herumsprang, sondern ließ uns selber die Tiere suchen. Man merkte, dass nicht jede Nachtsafari Sinn machte.

 

Tag 12/15. Juli 2008

Heute waren wir den ganzen Tag im Park unterwegs. Wir mussten in das andere Camp fahren (Mata Mata), von dem aus wir dann nach Namibia einreisen wollten. Durch die Hitze sah man sehr wenig Tiere. Erst gegen Nachmittag kamen wir an eine schöne Wasserstelle, wo sich die Giraffen versammelten. Dort verweilten wir dann einige Zeit. Auf der Fahrt zum Camp zurück wurden wir nochmal belohnt. Wir sahen eine ganze Löwenfamilie, die es sich offensichtlich gut gehen ließ. Wir hätten noch ewig dort bleiben können, aber leider mussten wir zurück zum Camp, da nach 18:00 Uhr das Eingangstor abgeschlossen wurde.
Tag 13/16. Juli 2008

Es ging für uns schon vor Einbruch der Dunkelheit raus. Wir wollten unbedingt einen Morning-Drive machen und viele Löwen sehen. Wir waren die ersten aus dem Camp die losfuhren. Nicht weit weg vom Camp sahen wir die gleiche Löwenfamilie vom Vorabend, bloß ein wenig näher. Nach unserer Tour konnten wir direkt über unser Camp nach Namibia einreisen. Es war alles Problemlos, ohne jede Grenzzeremonie. Die Fahrt ging weiter nach Keetmanshoop. Dort wollten wir uns den Köcherbaumwald anschauen. Unser Camp hieß Quivertreeforest.

Wir waren fast alleine auf dem Campingplatz. Man konnte direkt in den Köcherbaumwald gehen. Besonders sehenswert sind die Bäume bei Einbruch der Dunkelheit oder früh morgens. Zum Camp selber gehört noch ein Gehege mit 2 Geparden, wo man täglich ab 16:00 Uhr bei der Fütterung zuschauen kann.
Tag 14/ 17. Juli 2008

Direkt nach dem Frühstück hatten wir eine etwas größere Fahrt hinter uns. Wir wollten zum Fish River Canyon
Anschließend sind wir ins Camp Canonroadhouse gegangen. Campingplätze gab es genügend, einzig negative sind die sanitären Anlagen, diese sind sehr marode.

 

Tag 15/18. Juli 2008

Heute ging es wieder mit einer 5-stündigen Fahrt zurück nach Upington. Wir haben unseren Toyota Hilux gegen einen Golf 1 GTI bei AVIS am Flughafen eingetauscht.

 

Tag 16/ 19. Juli 2008

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Springbok. Springbok ist eine sehr kleine Stadt und gleichzeitig auch die Hauptstadt des Namaqualandes. Wir haben uns den Namaqualand National Park angeschaut. Es gab sehr wenig Blumen zu dieser Jahreszeit zu sehen, demzufolge lohnte sich die Anfahrt nicht bedingt. Die Blütezeit ist eher Anfang August/September.

Unsere Unterkunft Annie´s Cottage. Dies ist eine sehr gemütliche Unterkunft, es ist alles in barock gehalten. Selbst die Dame von der Pension sieht so aus, als ob sie aus dieser Zeit stammen würde.

Tag 17/ 20. Juli 2008

Weiterfahrt in die Cedarberge(Clanwilliam/Lamperts Bay). Wir blieben eine Nacht auf einer Rooibosfarm in Clanwilliam, sie heißt Elandsberg. Dies ist die einzige noch unabhängige Roibossfarm weltweit. Die Farm wird von einem Ehepaar aus Kapstadt betrieben. Die Versorgung dort ist sehr gut. Noch nie wurden wir so herzlich und familiär betreut wie auf dieser Farm.
Tag 18/ 21. Juli 2008

Nach einem umfangreichen Frühstück wurde uns der gesamte Roiboosanbau gezeigt. Wir bekamen sogar eine kleine Pflanzenlehre. Anschließend ging es noch zur Fabrik. Dort wurden uns die einzelnen Schritte der Teeverarbeitung erklärt und anhand der Maschinen gezeigt. Es gibt zwar schon sehr viele moderne Maschinen dort, aber zum Teil wird auch noch von Hand gearbeitet. Es war sehr beeindruckend dies alles zu sehen. Anschließend ging es weiter nach Kapstadt. Wir hatten gedacht das uns 3 Stunden Fahrt reichen würden. Nur leider fanden wir nicht schnell unsere Unterkunft und brauchten stattdessen fast 5 Stunden. Die Beschilderung der Schnellstraßen war so schlecht, dass wir ständig im Kreis umherirrten. Letztendlich hatten wir es dann doch geschafft und kamen außerhalb von Stellenbosch im Gästehaus Orangeville an. Das Gästehaus hat 4 Sterne und wird von einem Schweizer Ehepaar betrieben. Preislich ist es eher etwa überteuert, denn es befindet sich derzeit noch im Aufbau und doch zu weit außerhalb von Kapstadt.
Tag 19/ 22. Juli 2008

Heute waren wir auf Robben Island, die Insel auf der Nelson Mandela 27 Jahre im Gefängnis saß. 

Infoseite Kapstadt

 

Tag 20/ 23. Juli 2008

Da wir unsere Holzfigurensammlung ein wenig erweitern wollten, bekamen wir den Tipp zu Panafrica in der Innenstadt von Kapstadt zu gehen. Dies war ein Pardies für alle Holzfigurenliebhaber. Vor allem für mich. Wenn wir einen Container gehabt hätten, wäre dieser wahrscheinlich schon voll mit solchen Dingen. Man kann dort sehr gut und günstig alle möglichen Holzfiguren bekommen.

Danach haben wir noch etwas für unsere Fitness getan. Wir sind auf den Tafelberg zu Fuß rauf und auch wieder runter. Da die Cableway außer Betrieb war, waren wir ganze 4 Stunden unterwegs. Der Aufstieg ist ziemlich erschwert, da man fast nur über große Felsbrocken nach oben gelangt.
Tag 21/ 24. Juli 2008

An unserem vorletzen Tag in Kapstadt wollten wir uns noch ein wenig die Küste anschauen. Auf unserer Küstenfahrt ging es vorbei an Simonstown. Dort kann man sich viele Pinguine anschauen. Anschließend ging es noch zum Kap der guten Hoffnung.

Tag 22/ 25. Juli 2008

Morgens waren wir noch kurz am Blouberg Strand (traumhafter Sandstrand).

Anschließend hatten wir noch eine geführte 4-stündige Tour durch die Townships von Kapstadt Wir waren in Langa Bedeutung:“die Sonne“ (gehört zu den ältesten Townships) und Khayelitsha-Bedeutung “unsere neue Heimat“ (gibt es seit den 80er Jahren) Dadurch das wir schon einige Townships gesehen haben, war uns klar war uns ungefähr erwartet. Mit Erschrecken stellten wir aber fest, dass es sogar noch schlimmere Townships gab. Das waren die schrecklichsten Bilder, die ich je gesehen habe. Man kann es kaum beschreiben, wenn man nicht selber sich einen Eindruck gemacht hat. Wir fanden Kinder zwischen Mülltonnen, Frauen die Schafsköpfe feilten oder sogar grillten, Blechhütten, Wohnungen mit Schimmel, in 2 Zimmern wohnen 16 Personen und überall beißender Gestank von undefinierbarem. Mit diesen, zum Schluss sehr erschütternden Eindrücken, verließen wir Kapstadt, denn unsere Reise war hiermit zu Ende. Abflug von Kapstadt nach Amsterdam ca. 23:50.

Tag 23/ 26 Juli 2008

Ankunft gegen 10:30 Uhr in Amsterdam

Weiterflug 12:50 Uhr nach Stuttgart/Ankunft 13:50 Uhr Flughafen Stuttgart.

 

AFRIKA SIEHT UNS WIEDER!!!

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